Die Frage nach der Gehaltsvorstellung gehört für viele Bewerber zu den schwierigsten Punkten im Bewerbungsprozess. Wer zu niedrig ansetzt, verkauft sich möglicherweise unter Wert. Wer zu hoch ansetzt, befürchtet, aus dem Prozess zu fallen.
Mit einer guten Vorbereitung kannst du deine Gehaltsvorstellung realistisch und professionell formulieren. Wichtig ist, dass du deine Erfahrung, Qualifikation, die Position und die Rahmenbedingungen berücksichtigst.
Eine Gehaltsvorstellung solltest du vor allem dann nennen, wenn sie in der Stellenanzeige ausdrücklich verlangt wird. Wenn dort steht, dass du deine Gehaltsvorstellung angeben sollst, solltest du diese Information nicht weglassen.
Wenn keine Angabe gefordert ist, musst du sie nicht zwingend im Anschreiben nennen. Die Gehaltsfrage kann dann später im Gespräch geklärt werden.
Bei Bewerbungen über Personaldienstleister kann es sinnvoll sein, deine Vorstellungen offen zu besprechen. So lässt sich schneller einschätzen, welche Stellen zu deinen Erwartungen passen.
In vielen Angestelltenpositionen wird die Gehaltsvorstellung als Bruttojahresgehalt angegeben. In gewerblichen oder zeitbezogenen Tätigkeiten kann auch ein Stundenlohn relevant sein.
Achte darauf, klar zu formulieren, worauf sich deine Angabe bezieht. Beispiele:
„Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 48.000 Euro brutto jährlich.“
„Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 17 Euro brutto pro Stunde, abhängig von Aufgabenbereich und Rahmenbedingungen.“
Deine Gehaltsvorstellung sollte nicht zufällig gewählt sein. Berücksichtige verschiedene Faktoren:
Auch Benefits, Homeoffice, Fahrtweg, Entwicklungsmöglichkeiten oder Einsatzdauer können eine Rolle spielen.
Informiere dich vor der Bewerbung über übliche Gehälter in deinem Berufsfeld. Nutze Gehaltsportale, Stellenanzeigen, Gespräche mit Branchenkontakten oder Erfahrungswerte aus früheren Positionen.
Eine Spanne kann hilfreich sein, wenn du flexibel bleiben möchtest. Beispiel: „Meine Gehaltsvorstellung liegt je nach Aufgabenbereich und Gesamtpaket zwischen 45.000 und 50.000 Euro brutto jährlich.“
„Meine Gehaltsvorstellung liegt bei etwa XX.XXX Euro brutto jährlich, abhängig von Aufgabenbereich und Rahmenbedingungen.“
„Auf Basis meiner bisherigen Erfahrung und der beschriebenen Position sehe ich meine Gehaltsvorstellung im Bereich von XX.XXX bis XX.XXX Euro brutto jährlich.“
„Je nach Aufgabenbereich, Verantwortung und Gesamtpaket liegt meine Gehaltsvorstellung bei XX.XXX Euro brutto jährlich.“
Ein häufiger Fehler ist, gar keine Angabe zu machen, obwohl sie ausdrücklich verlangt wurde. Das kann den Bewerbungsprozess erschweren.
Ein anderer Fehler ist eine unrealistische Forderung ohne Bezug zur Position. Auch eine zu große Spanne wirkt unsicher.
Vermeide außerdem unklare Formulierungen wie „nach Vereinbarung“, wenn konkret nach einer Gehaltsvorstellung gefragt wurde.
Die Gehaltsvorstellung ist ein normaler Teil des Bewerbungsprozesses. Mit guter Vorbereitung kannst du sie professionell formulieren.
Wähle eine realistische Zahl oder Spanne, beziehe dich auf deine Erfahrung und bleibe offen für das Gesamtpaket.
Wenn sie in der Stellenanzeige gefordert wird, solltest du sie nennen. Sonst kann sie später im Gespräch geklärt werden.
Beides ist möglich. Eine realistische Spanne zeigt Flexibilität, sollte aber nicht zu breit sein.
Das ist dein Jahresgehalt vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben.
Ja, wenn sich Aufgaben, Verantwortung oder Rahmenbedingungen anders darstellen als zunächst angenommen.
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